Bruchmechanik
![]() FE-Modell eines Risses in einer Lagerschale
Neben statischen Analysen und der Lebensdauerberechnungen spielt auch die Bruchmechanik eine wesentliche Rolle bei der Bauteilbewertung. So können z.B. durch Fertigungs- oder Fügeprozesse Risse im Material entstehen, die sich bei Belastung des Bauteils ausbreiten und zum Bruch führen können.
| Eine bei der ASD praktizierte Methode zur Abschätzung der Rißausbreitung bietet das J-Integral-Konzept. Das J-Integral, ein Linienintegral mit geschlossenem Integrationsweg um die Rißspitze, wird als Bruchkriterium herangezogen. Kommerzielle FE-Programme bieten die Möglichkeit, das J-Integral entlang der Rißspitze aus den Spannungsintensitätsfaktoren für die verschiedenen Rissöffnungsarten, dem Elastizitätsmodul E und der Querkontraktionszahl µ zu berechnen. Mit experimentell zu ermittelnden Werkstoff-Kennwerten für die Bruchzähigkeit kann der kritische Wert des J-Integrals bestimmt und mit dem berechneten Wert verglichen werden. Ist der berechnete J-Integralwert kleiner als der kritische Wert, kann davon ausgegangen werden, daß es unter statischer Belastung nicht zu einem Rißwachstum kommt. | ||
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Die Vorgehensweise zur Abschätzung der Rißausbreitung bei dynamischer Belastung erfolgt in ähnlicher Weise.
Hier wird die Schwankungsbreite des J-Integrals, also die Differenz des berechneten Maximal- und Minimalwertes einer beispielsweise sinusförmigen Belastung, mit einem kritischen Wert des Materials für die Rißausbreitung bei dynamischer Belastung verglichen. | ![]() berechnete J-Integralwerte entlang der Rißspitze © Copyright 1998, ASD Advanced Simulation & Design GmbH , Alle Rechte vorbehalten.Letzte Änderung: webmaster@asd-online.com | ||